Freitag, 28. Februar 2014

Wieviel ist ein Hausfrau wert?

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Sie arbeiten gratis. Viel. Doch wieviel sind Hausfrauen in Franken umgerechnet "wert"? Viel, wie sich zeigt, denn das kann jetzt nämlich online berechnet werden. Und das tut irgendwie gut.

«Wie viel ist die Arbeit einer Hausfrau wert?» Das der Titel einer Studie, die jährlich von «Salary» durchgeführt wird. So gaben 2013 über 6000 Mütter an, wie viele Stunden sie wöchentlich für die Hausarbeit aufwenden. Das Ergebnis? 94 (!) Stunden putzt, kocht, wäscht, räumt auf, bügelt eine Hausfrau (welche meist nebenbei noch ein, zwei drei Kinder versorgt) pro Woche!! 

Gemäss den Berechnungen von Salary käme dies einem Jahressalär von über US$ 80‘000, sprich einem monatlichen Verdienst von knapp US$ 7‘000 gleich. Und hier reden wir von amerikanischen Löhnen. Umgerechnet für die Schweiz dürfte dies bei einem Stundenlohn von durchschnittlich CHF 30.00, einen Monatslohn von CHF 11‘280.00 entsprechen. Nicht schlecht!

Das Problem ist nur, Hausfrauen verdienen nichts. Rein gar nichts. Ausser die – meist total inexistente – Dankbarkeit ihrer Bälger und ihres überarbeiteten Ehegatten, die in beiden Fällen kaum merken, was Mami den ganzen Tag schafft.

Interessant sind gemäss der Infografik auch die Aufteilung der Hausarbeit. Gekocht wird während 14 Stunden die Woche. Klingt bei 7 Tagen (denn ja, die Hausfrau arbeitet nicht nur Montag bis Freitag) einleuchtend. Überraschender ist – ganz nach dem Motto «Wieso nennt man mich Hausfrau, wenn ich eigentlich dauernd im Auto sitze?» – die Anzahl Stunden, welche Mami sich Chauffeuse nennen darf: 8 Stunden die Woche!! Natürlich müssen die kulturellen Unterschiede berücksichtigt werden, weshalb man die USA nie ganz mit der Schweiz vergleichen kann.

Dennoch: Hier mein Aufruf an alle Kinder und Männer, welche zu Hause eine Mutter/Frau haben, die sich 7 Tage die Woche UM ALLES kümmert: Sagt Danke! Mehrmals täglich. Gopf!

Dienstag, 25. Februar 2014

Die Tyrannei der Rabenmutter



Rabenmütter, wo man hinschaut. Sind sie nun besser als die ewigen Supermamis? 

Als bekennende Rabenmutter lancierte ich vor ein paar Jahren einen Blog, in dem es darum ging, dass eine Mutter eben nicht nur das ist, sondern auch politisch, kulturell und mode-interessiert. Eine Frau halt. Wie vor dem Kind auch. Nur jetzt halt mit Kind. Die Reaktionen auf meine Texte waren meist positiv: «Endlich jemand, der sagt, wie es ist!» ist der meist gelesene Kommentar im Blog. (Zugegeben, manche legten mir auch nahe, meine Kinder zur Adoption freizugeben, aber das waren nicht sooo viele...)

Heute gibt es viele solcher Blogs auch im deutschen Sprachraum. Mütter, die sich nicht mehr sagen lassen wollen, ob sie jetzt stillen, ihre Kinder in die Krippe geben, arbeiten oder zu Hause bleiben sollen. Die das Muttersein nicht als Persönlichkeits-veränderung verstehen. Bücher schiessen wie Pilze aus dem Boden, die uns darin bestätigen, dass Kinder haben zwar das Tollste, aber gleichzeitig auch das Schlimmste sein kann, das einer Frau widerfährt.

So weit, so wahr. Doch sind Rabenmütter nun die besseren Mütter? Natürlich nicht. Sie tun aber so. Sämtliche Texte (meine eingeschlossen) laufen nämlich darauf hinaus, dass der eigene Lebens-Stil – der darin besteht, den Kindern weniger Wichtigkeit beizumessen, als das jetzt eine Supermami tun würde – der einzig wahre ist. Dass Krippen am Ende besser sind, als immer nur mit Mami rumzuhängen, dass der Fernseher nicht des Teufels ist und dass zu langes Stillen einfach nur seltsam ist. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Was ursprünglich als «Gegenbewegung» zu den selbst ernannten perfekten Müttern startete, mutierte in den letzten Jahren zur selbstgerechten Nabelschau. Es brachte uns Mütter ja nicht wirklich näher, im Gegenteil. Es hat nichts dazu beigetragen, dass wir Mütter in der Gesellschaft besser gestellt sind, noch förderte es das Verständnis zwischen den Fronten. 

Stattdessen bleiben Supermamis Supermamis (jetzt erst recht!) und Rabenmütter fühlen sich cool. Denn das ist das grösste Problem der selbst ernannten Rabenmutter: Sie fühlt sich mit ihren ausgelaugten Brüsten, den Trainerhosen und der Mami-Frisur uncool und das darf nicht sein! Also wird sie zur Rabenmutter in knackigen Jeans und High Heels. Ich weiss, wovon ich spreche. (Ausser, dass auch Rabenmütter im Trainer rumhängen und vergessen, ihre Haare zu färben. Auch hier weiss ich, wovon ich rede...)

Ich glaube dennoch, dass die Rabenmutter-Welle einiges gebracht hat. Ratgeber sind heute realistischer als noch vor 10 Jahren, als darin vor allem gepredigt wurde, dass das Kind ohne mütterliche Betreuung praktisch nicht überleben kann. Das Muttersein wurde dank Rabenmüttern wieder realistischer. Die Beichten-Funktion der einschlägigen Blogs erleichterte manch einer die Zeit vor dem Abendessen, wenn die Kinder quengeln und Papa noch nicht zu Hause ist. Ich bin mir auch sicher, dass gewisse Mütter ihren Frust dank dieser Lektüre oft besser im Griff haben und sich weniger unter Druck fühlen, eine perfekte Mutter zu sein. 

Jetzt ginge es aber noch darum, die manchmal gelangweilte und oft anderweitig interessierte Frau zu schütteln und ihr zu sagen, was sie eigentlich ist: eine Mutter. Weder Super- noch Raben-, einfach nur Mutter.


Oder was meint ihr?

Dienstag, 18. Februar 2014

«Alle nackig!»


So ähnlich könnte man das französische Kinderbuch bezeichnen, das gerade für einen mittleren Skandal sorgt.

Eigentlich gibt es das Buch schon seit drei Jahren. In die Medien kam es aber dank des viel mediatisierten Kopfes der Mitte-Rechts-Partei UMP, Jean-François Copé, der sich in einem Radio-Interview darüber beklagte, was den Kindern in der Schule «serviert» werde.

Schaut man sich die Bilder von «Tous à poil» an, merkt der geneigte Leser – zumindest der humorvolle –, dass das Buch weder besonders pädagogisch, noch lehrreich daher kommen soll. Das Bilderbuch ist vor allem eines: witzig. Es soll einfach zeigen, dass wir unter unseren Kleidern alle, wenn nicht gleich, dann doch sehr ähnlich sind.

Nach dem Schweizer Lamento gegen die «Sexboxen» im Kindergarten, Lehrer, die den Schülern Porno-Literatur vorsetzen, kommen jetzt die Franzosen: Bereits vor ein paar Wochen gingen Menschen auf die Strasse, weil sie sich gegen einen angeblich sexualisierten Lehrplan wehren wollten, der im Rahmen eines neuen Gender-Equality-Gesetzes eingeführt werden soll.

Copé hat in seinem Interview – nebst der Nackt-Bilder – das Bild der fehlenden «Autorität» bemüht. Es ginge schliesslich nicht an, dass Kinder sich vorstellen könnten, ihre Lehrer, Eltern und Grosseltern nackt zu sehen, wo ginge denn das hin!

Da frage ich mich natürlich schon, wie Copés denn so unterwegs sind zu Hause. Haben seine Kinder ihn nie nackt gesehen? Hat er deshalb eine solch natürliche Autorität, dass er in der Politik solchen Erfolg hat?

Denn meine Kinder müssten meine Autorität ja schon lange in Frage gestellt haben. Jedes Mal, wenn sie ins Badezimmer platzen. Und das tun Kinder ja gerne und oft. Ich muss mir wohl ein Vorhängeschloss besorgen...

Was halten Sie davon? Sind illustrierte Bilder von nackten Menschen wirklich ein Problem? Was würden Ihre Kinder zu dem Buch sagen?

Freitag, 14. Februar 2014

Zum Valentinstag: Liebe deinen Mann! (Mehr als deine Kinder!)

Die Liebe zum Mann ist wichtiger als die Liebe zu den Kindern. Ein Erklärungsversuch.

„Mami, liebst du Papi mehr oder genauso wie uns?“ Hoppla! Was war das denn? Beim Frühstück fragt mich mein Grosser manchmal seltsame Sachen. Ob den Pavianen ihr Po eigentlich brennt oder ob er auch schon mit Schreiben sein Geld verdienen kann. Zum Beispiel. Ob ich ihn mehr liebe als seinen Vater? Der ist neu und plötzlich hätte ich an diesem Morgen lieber eine Frage aus Fauna und Flora gehabt.

Natürlich antwortete ich genau auf die ausweichende Art, die jeder Erwachsene gebraucht, wenn er die Antwort auf eine Frage nicht wirklich kennt: „Es ist nicht dieselbe Liebe.“ Doch stimmt das wirklich? 


Mal sehen. Für meine Kinder würde ich ALLES tun. Vor einen fahrenden Zug springen, um sie zu retten. Jeden zur Schnecke machen, der ihnen etwas antun will. Berge versetzen, um sie nie leiden zu sehen. Doch ist das bei meinem Mann soviel anders? Ich würde ja nur nicht vor den fahrenden Zug springen, damit meine Kinder keine Vollwaisen sind, falls wir es beide nicht überleben. Aber vielleicht würde ich eben doch, weil man einfach nicht nachdenkt, wenn jemand, den man liebt, gleich von ein paar Tonnen Stahl überfahren wird. Ich würde auch jeden zur Schnecke machen, der meinem meinem Mann Böses will. Und Berge versetzen, um ihn nicht leiden zu sehen. Genauso wie für die Kinder. 


Doch es ist tatsächlich nicht dasselbe. Mein Mann ist erwachsen, er braucht viel weniger Schutz als die Kleinen. Das sagt die Vernunft. Das Herz kann trotzdem nicht zwischen der Liebe zu meinen Kindern oder ihrem Vater unterscheiden. Ist die Liebe zum Partner wirklich so anders als die zu den Kindern?

Sicher ist, dass Kinder derart viel Platz einnehmen, dass Mama die Liebe zu Papa manchmal vernächlässigt. Oder wie Esther Perel in ihrem Buch über Sex in der Ehe (und nach den Kindern) Mating in captivity (auch hier wiedermal mit peinlicher deutscher Übersetzung „Wild Life: Die Rückkehr der Erotik in die Liebe“) erklärt: "Heute geht es immer nur um die Kinder. Ohne es zu merken, erhalten Frauen alle Initimät und Zärtlichkeit von ihrem Nachwuchs statt von ihrem Partner." Anders ausgedrückt: Früher sassen die Kinder am Kindertisch. Heute besetzen sie sozusagen als „Familienoberhaupt“ das Kopfende. 


Natürlich hat man nach der Geburt keine Lust auf Sex. Dieses Thema besprach ich bei unseren Lesungen eingehend mit Sven Broder, Autor von „Papa steht seinen Mann“. Er hat in seinem Buch eine ganze Rubrik über die Problemzone Sex. Ich habe gerade mal ein paar Abschnitte dazu in meinem „Rabenmutter“. Das spricht doch Bände, oder etwa nicht? 


Tatsache ist, wenn Mami und Papi nicht glücklich sind, ist es die ganze Familie nicht. Die Kinder entstanden schliesslich aus dieser Liebe, wieso sollte sie als Familie auf einmal nebensächlich sein?

Doch als frisch gebackene Mutter hat man so viel Körpernähe zu einem anderen Menschen wie sonst nie im Leben. Das kann mitunter zuviel sein, weshalb der Partner physisch zu kurz kommt, wenn Mami abends einfach keine Zärtlichkeiten mehr austauschen mag. Nur, auch wenn die Leidenschaft und der Sex nachlassen, muss die Liebe das noch lange nicht. 


Ohne die Liebe meines Mannes würde alles auseinanderbrechen. Das ist sicher. Deshalb scheint es mir auch so wichtig, täglich an der Beziehung zu arbeiten, auch wenn das natürlich anstrengend ist. Viel anstrengender als die Liebe zu den Kindern, denn die ist einfach da, seit dem Tag ihrer Geburt, uneingeschränkt. 


Also werde ich die Antwort auf die Frage meines Sohnes wohl noch mal neu formulieren müssen. Denn so gesehen muss die Ehe die grössere Priorität haben als die Kinder. Falls man dann wirklich priorisieren muss. Oder was machen wir, wenn unser Nachwuchs später das Haus verlässt?



Dienstag, 11. Februar 2014

Mompreneurs: Aus dem Nähkästchen geplaudert

In unserer Serie Mompreneurs heute drei Unternehmen, die sich die Hände für uns wund nähen.

Für alle, die lieber einmal originelle Teile – statt die ewigen Princess-Fetzen – kaufen, hier ein paar Unternehmen, denen man seine Wünsche sogar mitteilen kann!


Brigitte, Manu und Carine Gründerinnen von Sunnefädeli.

Sunnefädeli
Brigitte, Manu und Carine – drei Frauen, drei Mamis von je drei Kindern, kamen durch das «Benähen» ihrer eigenen Kinder auf den Geschmack, mehr aus ihrem Hobby zu machen. Wie das oft geschieht, wenn man ein Start-up-Unternehmen gründet, waren es Freunde und Bekannte, die begeistert auf die Kreationen von LaWendel, TiMiLo und Carine (ihren Labels) reagierten. Seither kreieren die Moms mit viel Elan und Fantasie immer neue und einzigartige Kinderkleider und Accessoires, Röcke und Loops für Frauen sowie Taschen und Necessaires aus der gebrauchten Lieblingsjeans.

www.sunnefädeli.ch



 Fabienne Truffer Gründerin von Fadenkorb.

Fadenkorb
Fabienne Truffer ist Mutter von zwei Mädchen (4 und 6 Jahre) und die Frau eines Bio-Bergbauern, der Walliser Schwarznasenschafe hält. Als ob sie damit nicht genug zu tun hätte, stellt sie aus eben dieser Schwarznasenschafwolle Puppenkinder her. Das Modell übernahm sie von Walldorf, dessen Puppen sie als Kindergärtnerin schon angetan hatten. Wertvolle Materialien gehören bei ihrer Arbeit zum A und O, so verwendet sie Schweizer Wollstoff, schadstoffgeprüfte Westfalenstoffe und Mohair-Wolle aus einer Unterwalliser Spinnerei.
www.fadenkorb.ch



Stoffstübli
Viele der in herkömmlichen Läden verkaufter Sachen, gefielen Bianca Cherubini einfach nicht, seien das Kuschelhosen, Kissen oder Taschen. Was tun? Selbst nähen natürlich! Auf der Suche nach schönen Stoffen für ihre kleine Tochter wurde schnell klar, dass das Angebot in der Region nicht ihren Bedürfnissen und Wünschen entsprach. So wurde die Idee mit dem Stoffstübli geboren. Seit einem Jahr ist das Stoffstübli nun online. Hier findet man farbige Kinderstoffe aus Jersey, Baumwolle, Feincord, Sweat und Fleece aus ganz Europa. Bunte Webbänder, PomPom, Bänder und Gurtbänder dürfen natürlich auch nicht fehlen. Das Sortiment zeichnet sich vor allem auch durch das vielfältige Angebot an «Zutaten» aus. 


Speziell auch für Anfänger sind die Schnittmuster von farbenmix im Sortiment. Diese verhelfen einem zu ersten Erfolgserlebnissen und zum Selbstvertrauen,  sich auch mal an etwas Schwierigeres zu wagen.
Die Inhaberin des Stoffstuebli, Bianca Cherubini, ist keine gelernte Schneiderin, sondern Textillaborantin. Die Liebe für schöne Stoffe wurde durch die Geburt ihrer Tochter wieder entfacht. An den Abenden wird mit viel Leidenschaft für ihren kleinen Sonnenschein genäht. Ihren Erfahrungsschatz teilt sie sehr gern mit ihren Kunden und beratet nach gutem Wissen und Gewissen. Kundenzufriedenheit wird Gross geschrieben. So gibt es eine Spielecke für die Kleinen und eine Kaffee-Ecke für die Grossen.

Das Stoffstuebli hat am 04.01.2014 in Herisau ein Ladenlokal eröffnet.
www.stoffstuebli.ch

Samstag, 8. Februar 2014

Bald ist Valentinstag: Was macht Paare glücklich?

This Infographic Reveals the Secrets of the Happiest Couples

Feiert ihr eigentlich den Valentinstag? Dieses Jahr - übrigens am 14. Februar - sollte ihr: Denn erstens macht feiern glücklich und zweitens gibt's bei rabenmutter.ch etwas zu gewinnen!

Cattier Verwöhnendes Naturkosmetik-Pflegeset für Ihnnu3


Was macht euch als Paar glücklich? Die beste Antwort auf diese Frage gewinnt ein Beauty-Set für den Mann von nu3, den Nährstoffexperten!



Was hingegen die Wissenschaft dazu sagt, was Paare denn nun glücklich macht, zeigt unten stehende Infografik:

Die Quintessenz? Reden, Komplimente machen, LACHEN(!), Sex (war ja klar) und Begeisterung für die Fähigkeiten des anderen: Das alles macht Paare glücklich. Kinder tun es übrigens auch, aber erst, wenn sie grösser sind. Erinnert euch zusammen an schöne, lustige, abenteuerliche Momente, macht zusammen neue Erfahrungen, denkt  positiv! 

Ich wünsche allen einen liebevollen, lustigen, komplimentreichen Valentinstag!




Noch mehr grüne Valentinstag-Geschenke gibt auf nu3.ch!

Donnerstag, 6. Februar 2014

Wir lieben es, unsere Kinder zu töten!

 



Am Sonntag stimmen wir darüber ab, ob Abtreibungen von der Krankenkasse bezahlt werden sollen oder nicht. Ein offener Brief an die Initianten.

Die Argumentarien haben wir schon gelesen, gehört und verstanden, familienleben.ch hat letzte Woche noch mal ein Pro-und-Kontra aufgestellt, in dem eigentlich ziemlich klar wird, dass die Volksinitiative daneben ist. Aber aus einem ganz persönlichen Blickwinkel möchte ich mich nun noch dazu äussern, wenn ich darf. Und dank einer anderen persönlichen Freiheit in unserer Demokratie, darf ich das. Ein offener Brief an die Initianten:

Liebe Initianten
Wir – die Gegnerinnen Ihrer Initiative lieben es, unsere Kinder zu töten. Wir finden’s total cool, absichtlich schwanger zu werden, wenn’s gerade nicht passt. Nur, um der Freude willen, im nächsten Krankenhaus unter missbilligenden Blicken abtreiben zu können. Juhuii! Was für ein Machtgefühl, über Leben oder Tod zu entscheiden! Eigentlich sollte die Fristenregelung viel weiter gehen, bspw. bis unsere Kinder volljährig sind, damit wir auch ganz sicher sind, dass wir sie behalten wollen. Es gibt schliesslich Tage, da sind sie wirklich unausstehlich, finden Sie nicht?

Ich auch nicht. Aber interessanterweise gehören Initianten, die sich im weitesten Sinn «Pro-Life» nennen (im Gegensatz zu uns «Pro-Death-Vandalen»), christlichen Kreisen an. Nun soll mir mal einer erklären, wieso wir Kinder behalten sollen, die selbst der Papst nicht haben will/kann/soll. (Dieselbe Kirche ist übrigens kein Fan von Verhütung, wie Sie wissen.) Aber vielleicht geht es auch einfach darum, dass wir das Baby behalten (egal, ob der Mann dazu der Richtige, ein Vergewaltiger oder abgehauen ist), hegen und pflegen (auch wenn uns vorne und hinten das Geld fehlt) und so gezwungenermassen zu Hause bleiben. So haben wir Frauen nämlich auch keine Zeit, uns über andere soziale Ungerechtigkeiten zu enervieren.
Jetzt kommen Sie und sagen, das Prinzip der Kollektivität im Gesundheitssystem soll für den Schwangerschaftsabbruch nicht mehr gelten. Schliesslich kann Herr und Frau Schweizer nichts dafür, wenn wir Frauen ungeschützt mit wem-weiss-ich verkehren, richtig? Nun ist es aber meist so, dass die Eltern dieser abgetriebenen Föten verheiratet und glücklich sind. Und schon Kinder haben. Der Nachzügler liegt vielleicht finanziell, emotional oder gesundheitlich nicht mehr drin. Ausserdem kann die Schwangerschaft je nach Alter doch recht kompliziert werden, was sind denn die Folgekosten von einem kranken Baby?

Eine Langzeitstudie der «Advancing New Standards in Reproductive Health (ANSIRH)», einem Think Tank der University of California in San Francisco, fand heraus, dass Frauen aus bescheidenen Verhältnissen, die ihr Baby in jungen Jahren nicht behalten haben, später finanziell besser gestellt sind alssolche, die wider jeder Vernunft das Baby behielten (war ja irgendwie logisch). Letztere waren nicht selten vom Staat abhängig. Was machen Sie mit diesen Kosten?

Auch hätte ich gerne gewusst, ob jemand von Ihnen schon einmal mit einer Frau gesprochen hat, die abgetrieben hat? Haben Sie eine Ahnung, wie das war, noch vor 50 Jahren? Ich denke nicht, sonst würde es Ihnen vor diesen Geschichten ebenso grauen wie mir: Diese erzählen nämlich von dunklen Kammern und unsauberen Geräten, von Lügen und Ängsten, von traumatisierten Frauen, die danach kinderlos geblieben sind. Dank unserer Fristenregelung haben sich die Verhältnisse normalisiert, Frauen, die ein Kind abtreiben wollen, sind nicht mehr gezwungen, ins Ausland zu gehen, sie werden begleitet und informiert, sie müssen selten auf ein nächstes Kind verzichten, das sie wirklich haben wollen.

Kinder sind etwas Wunderbares, wir lieben sie. Doch ist es wirklich so falsch, einer Frau, die einen Fehler gemacht hat, die Möglichkeit zu geben, diesen zu korrigieren? Auch einer, die eben das nötige Kleingeld dafür nicht hat? Ich bezahle schliesslich auch Krankenkassenprämien für alle Spitzensportler, Raucher, Bungy-Jumper und Übergewichtige. Sind die nicht auch alle selber schuld, wenn sie Pflege in Anspruch nehmen?

Schwangerschaft ist keine Krankheit, das ist richtig. Aber Sie wollen wohl kaum die ganzen Untersuchungen privatisieren, die dazu führen, dass ein Baby möglichst gesund zur Welt kommt, oder doch? Das wäre aber die logische Folge davon.

Es ist furchterregend, wie wir 2014 plötzlich statt in die Zukunft, zurück in die Vergangenheit gehen. Vor allem, wenn die Diskussion auf der scheinheiligen Basis der Finanzen geführt wird.

Ich brauche jetzt wohl kaum noch zu erläutern, wie ich brieflich abgestimmt habe.

Danke für die Kenntnisnahme, ein schönes LEBEN wünsche ich Ihnen. Ich werde mich währenddessen weiterhin ungewollt schwängern lassen, einfach weil es so viel Spass macht!

Ihre Nathalie Sassine-Hauptmann

Mittwoch, 5. Februar 2014

Mompreneurs: Backe, backe Kuchen

Wie versprochen, stellen wir ab sofort jede Woche ein Unternehmen vor, das von einer Mutter gegründet und geführt wird. Den Anfang macht die Backfee von Bakeria.ch.

Den Anfang macht eine Firma, von der ich nie gedacht hätte, dass sie mich in irgendeiner Art und Weise interessieren könnte. Die Bakeria GmbH wurde im 2012 von Lynn Lahusen gegründet. Die Mutter von 2 Kindern machte ihre Leidenschaft für’s Backen und Kuchen dekorieren zum Beruf. 




Mit gerade mal 6 Artikeln startete Sie den Onlineshop www.bakeria.ch. Backbegeisterte finden im virtuelle Laden inzwischen auf über 1500 Produkte rund ums Backen, Verpacken und Dekorieren – eine Trouvaille für alle Back-Fans. Aber eben auch solche, die mit Backen bis anhin nicht viel anfangen konnten. Ich zum Beispiel.

Wie das bei Mompreneurs sehr oft der Fall ist, wurde der Shop anfangs von zu Hause aus, in den Stunden, während die Kinder schliefen,  betrieben. Heute beherbergt ein 220m2 grosser Gewerberaum die Pakete, die in die ganze Schweiz verschickt werden. Die Bakeria GmbH beschäftigt inzwischen 4 Mitarbeiterinnen –  und zwar nicht irgendwelche. Lynn Lahusen stellte Mütter aus der Region ein, welchen der Wiedereinstieg ins Berufsleben mit den Stundenplänen ihrer Kinder kaum möglich gewesen wäre.



Die Bakeria.ch zeichnet sich aus durch ihre schnellen Lieferzeiten und das grosse Fachwissen. Die Kundinnen – denn, sind wir ehrlich, es sind doch meist die Mütter, die den Geburtstagskuchen oder die Sporttags-Muffins backen – schätzen die professionellen Tipps und Tricks rund ums Backen und Dekorieren. 

Von Ausstechformen über Glasuren, Zuckerperlen, Backformen, Rollfondant und Cupcakeförmli bis hin zu Lebensmittelfarben, essbarem Kuchenglitzer, Tortenschachteln, Stencils, Designerschürzen und Geburtstagskerzen finden Sie auf www.bakeria.ch alles, was das Herz begehrt. Ob Plätzchen, Cupcakes, Cake Pops, Macarons, Schokolade, Kuchen oder Torten selber hergestellt werden, das richtige Backzubehör für Geburtstage,  Taufen, Hochzeiten und Festtage ist bei Lynn zu haben. Als Nicht-Bäckerin haben es mir die Cupcake-Waschlappen besonders angetan!

Ich steh nämlich auf schöne Sachen und da hat Bakeria.ch alles, was das Herz begehrt. Der Tortenheber in Form eines High Heels ist vielleicht nicht das Richtige für den Kindergeburtstag. Auch die sexy Designerschürze von Jessie Steele nicht. Aber wir sind ja eben nicht nur Mütter! Ach, und für Väter gibt es Keks-Ausstechformen in Form einer Bohrmaschine, eines Schraubschlüssels und Hammers. Süss, nicht?

Besuchen Sie die Bakeria GmbH an der Creativa in Basel vom 14. – 17. Februar 2014 in der Messe Basel, am 25. Mai 2014 an der Frauenmesse Schweiz in Zürich oder stöbern Sie gemütlich bei einer Tasse Kaffee Online auf www.bakeria.ch.

Backzubehör für den Heim und Profibedarf. www.bakeria.ch
Bakeria GmbH, Röschenächerstrasse 4, 8907 Wettswil
Lynn Lahusen info@bakeria.ch 077 418 21 46
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